Wohnhaus mit Natursteinsockel

  • erbaut 1937 Bauherr Ernst Gerresheim

  • Architekt: Leo Nyssen, Rheydt

  • Wohnhaus für 2 Familien in Ziegelbauweise

  • Besonderes Merkmal: Sandsteinmauerwerk aus Bruchsteinen

  • in Privatbesitz

Backsteinhaus mit Natursteinsockel und in Blüte stehendem Vorgarten

Schlossstrasse 169, 41238 Mönchengladbach

Ernst Gerresheim hat im Jahr 1937 dieses Gebäude für sich und seine Tochter als Zweifamilienhaus mit Autogarage gebaut. In besonderer Weise nicht mit zwei abgeschlossenen Wohnungen, sondern als Zweigenerationenhaus. Somit haben alle Zimmer im Haus Türen zum Treppenhaus.

Der Klinker stammen ebenso wie der Natursteinsockel aus dem Bergischen Land.

Bedingt durch das Baujahr 1937 war Stahl nur begrenzt verfügbar. So konnten nur die Kellerdecke und die Böden der Nasszellen als Stahlbetondecken ausgeführt werden. Die anderen Zimmerdecken sind Holzbalkendecken. Der Eingangsflur hatte Solnhofer – Platten an Wand und Böden. Die Badezimmer und Küchen waren gefliest. Die Zimmer haben bis heute Holzdielenböden. Zum Speicher führt eine feste Treppe und eine Falttür.

Das Haus verfügte von Anfang an über drei Toiletten und zwei Badezimmer, eines mit Wanne und eins mit Dusche ausgerüstet. Wahlweise wurde Wasser über das Warmwassernetz oder über eine Gastherme bezogen.

Die Zentralheizung war als Koksheizung ausgeführt mit Warmwasserboiler zur Warmwasserversorgung.

Die beiden Küchen hatten jeweils einen Kohle- und einen Gasherd.

Das Stromnetz im Gebäude wurde – zur damaligen Zeit hochmodern – mit einem separaten 3 adrigen Netz und sog. Schuko-Steckdosen ausgestattet.

Im Krieg verlor das Haus die Dachabdeckung und die Fenster (durch Druckwellen der in der Nähe gefallenen Bomben/Luftminen) und hatte leichte Beschädigungen durch Splitter in der Fassade.

Bis heute im Familienbesitz zeichnet sich das Gebäude auch durch den markanten Natursteinsockel aus. Davon gibt es in Geneicken nur wenige Exemplare.

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