Lokale Uhrzeit

  • Zeitzone: America/New_York
  • Datum: 11.03.2026
  • Zeit: 14:30 - 16:00

Veranstaltungsort

Zentralbibliothek der Zukunft im Carl Brandts Haus
Blücherstraße 6, 41061 Mönchengladbach
Website
http://www.stadtbibliothek-mg.de
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Datum

11.03.2026

Uhrzeit

19:30 - 21:00

Buchvorstellung: Sanssouci – Ein Mönchengladbacher erzählt seine Familiengeschichte

AUTOR: Stadtbibliothek Mönchengladbach

Familiengeschichten sind nie nur privat: Sie spiegeln politische Entscheidungen, gesellschaftliche Verwerfungen und moralische Brüche ihrer Zeit. Wie tief das 20. Jahrhundert in einzelne Biografien eingeschrieben ist, zeigt ein Abend, der persönliche Erinnerung und Zeitgeschichte untrennbar miteinander verknüpft.

Am Mittwoch, den 11. März 2026, um 19:30 Uhr bietet die Stadtbibliothek Mönchengladbach im WandelSaal der Zentralbibliothek Carl Brandts Haus eine kostenfreien Buchpräsentation des Mönchengladbacher Autoren Jürgen Vits an. Unter dem Titel „Sanssouci – Ein Mönchengladbacher erzählt seine Familiengeschichte“ wird er Einblicke in sein gleichnamiges Buch geben.

In seiner Spurensuche folgt Jürgen Vits den Lebenslinien von drei Generationen einer deutsch-belgischen Familie – vom Kaiserreich über Weimar, Nationalsozialismus und Shoa bis in die Gegenwart. Tagebücher, Briefe, Fotografien und amtliche Dokumente führen zu einer schmerzhaften Erkenntnis: Der eigene Vater war begeisterter Funktionsträger der Hitlerjugend. Parallel erzählt das Buch von jüdischen Überlebenden im familiären Umfeld, von Liebesgeschichten im Schatten des Krieges und von Erinnerungen, die im Nachhinein korrigiert werden müssen.

Die geografischen Wege dieser Geschichte verlaufen durch Mönchengladbach, Rheydt, Belgien und Israel. So entsteht eine präzise Milieustudie eines verunsicherten Bürgertums, das zum Scheitern der Weimarer Demokratie beitrug und sich dem Nationalsozialismus anpasste. Der Blick zurück wirkt beunruhigend aktuell – denn auch heute steht die liberale Demokratie unter Druck.

Jürgen Vits wuchs in Mönchengladbach als Sohn deutsch-belgischer Eltern auf. Sein Großvater gründete nach dem Ersten Weltkrieg eine Textilfabrik in Rheydt; die Familie lebte in unmittelbarer Nachbarschaft zu historischen Schauplätzen der Stadt. Heute lebt der Autor nahe Frankfurt am Main und engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich bei „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ sowie der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Er publiziert zu zeitgeschichtlichen und kunsthistorischen Themen und ist regelmäßig als Referent und Moderator tätig.

(Quelle: moenchengladbach.arena.axiell.de)

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